header-wasser

Die Gründung

Gemeinsame Erklärung der Gründungsmitglieder

Menschen im SchwimmbadÖffentliche Schwimmbäder sind seit der Antike europäisches Kulturgut und machen das Sport- und Freizeitangebot einer kommunalen Infrastruktur erst attraktiv. Hauptsächlich in öffentlichen Schwimmbädern erlernt jede nachwachsende Generation die Sport- und Überlebenstechniken des Schwimmens. Schwimmbäder werden von privaten Besuchern aller Altersgruppen und aller sozialen Schichten mit oder ohne Behinderung genauso wie von Schulen, Schwimmvereinen und Lebensrettungsorganisationen genutzt. Neben dem klassischen individuellen „Bahnenschwimmen“ finden dort Schwimmlernen, Gesundheitssport, Prävention und Rehabilitation, sportorientiertes Schwimmtraining, Tauchsport, Kind-Eltern-Schwimmen, Seniorenschwimmen und Rettungsschwimmerausbildungen statt. Das Schwimmbad bietet dem Besucher dabei verschiedenste Erlebniswerte. Er kann dort seinem Kommunikationsbedürfnis nachkommen, den eigenen Körper in der Situation sportlicher Leistung erleben, aber auch Entspannung, Wohlbefinden und Lebensfreude genießen.

Die rund 6.700 öffentlichen Hallen- und Freibäder in Deutschland bieten nach wie vor die Gewähr dafür, dass Bürger im Rahmen der Daseinsfürsorge und dabei nicht zuletzt unter dem Aspekt des Faktors „Gesundheit“ flächendeckend die Angebote öffentlicher Schwimmbäder zu sozialverträglichen Preisen nutzen können. Mehrere Millionen Menschen erfahren in Schwimm- und Sportvereinen, Wasserrettungsorganisationen und vielfältigen sonstigen Einrichtungen Kommunikation und soziales Verhalten, erlernen fairen Vergleich im Wettkampfsport und können so auch zu Vorbildern werden: als Spitzensportler für Leistungsbereitschaft und Konsequenz; als Breitensportler für gesundheitsbewusstes Leben und als Vereinsmitglieder für bürgerschaftliches Engagement in einer demokratischen Gesellschaft.

Allerdings sind viele öffentliche Bäder sanierungsbedürftig und/oder entsprechen nicht den heutigen, aktuellen Anforderungen der Nutzer. Die für die Integration wichtigen Stadtteil- und Freibäder werden zum Gegenstand von Schließungsdiskussionen. Aktuellen Studien zufolge nimmt die Schwimmfähigkeit der nachwachsenden Generation kontinuierlich ab. Deutschland braucht deshalb gerade in Zeiten wirtschaftlicher Anspannung und soziokultureller Herausforderungen besondere Impulse für den sinnvollen Erhalt und die Weiterentwicklung des Angebotes an öffentlichen Bädern.

Die Begründer der Bundesweiten Initiative „Aktionsbündnis ProBad“

Deutscher Schwimm-Verband e. V.
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V.
Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V.
Bundesverband Deutscher Schwimmmeister e. V.
Internationale Akademie für Bäder-, Sport- und Freizeitbauten e. V.

wollen gemeinsam und mit den hinter ihnen stehenden Mitgliedern und Mitgliedsorganisationen diese Erhaltung und Weiterentwicklung fördern und Beiträge leisten, um die öffentlichen Bäder auch wirtschaftlich zu stärken und die dazu nötigen Strukturen und Prozesse zu fördern.

Wir fordern auch und nicht zuletzt den nötigen politischen Willen auf allen Ebenen - Bund, Länder und Kommunen - ein, in Hallen- und Freibäder als wesentliche Freizeitsporteinrichtungen für die gesamte Bevölkerung, zu investieren, um diese neu- und auszubauen, zu sanieren und zu unterhalten

Gemeinsam muss es gelingen, den Bestand an Hallen- und Freibädern in Deutschland zukunftsfähig zu machen und damit für möglichst viele Menschen Gesundheit zu fördern, das „Schwimmenkönnen“ als essentielle Kulturfähigkeit zu sichern und letztendlich einen Beitrag zur Erhaltung des sozialen Friedens zu leisten. Dafür setzt sich das „Aktionsbündnis ProBad“ ein!

 
Zum Anfang